Rosen richtig schneiden – Anleitung & Tipps vom Profi. Mit David Austin Roses
enn Sie sich üppig blühende Rosen in Ihrem Garten wünschen, dann ist das Beschneiden der Rosen die wichtigste Aufgabe. Das Zurückschneiden von Rosen sorgt für eine schöne Blüte während des restlichen Jahres.
Wenn Sie zum ersten Mal Rosen beschneiden, sind Sie vielleicht unsicher, wo Sie anfangen sollen. Glücklicherweise haben wir bei Henchman diesen praktischen Leitfaden für das Beschneiden Ihrer Rosen zusammengestellt.
Wir stellen vor: David Austin: Tipps und Tricks zum Beschneiden von Rosen
Das Team von David Austin züchtet seit den 1950er Jahren Rosen und kultiviert und kreiert wunderschöne Rosen, an denen sich Gärtner weit und breit erfreuen können. David Austin ist bekannt für seinen einzigartigen Stil und seine fachkundige Beratung zur Rosenpflege. Wir freuen uns, mit ihm an unserem eigenen Leitfaden zum Beschneiden von Rosen zusammengearbeitet zu haben.
„Rosen können sowohl in formellen als auch in informellen Bepflanzungskonzepten verwendet werden und fördern die Tierwelt, was wiederum zu einem glücklichen und gesunden Garten führt.”
„In Kombination mit Stauden in gemischten Rabatten, als Hecke oder sogar in Töpfen und Kübeln gepflanzt, sind die Möglichkeiten endlos. Kletterrosen und Rambler können verwendet werden, um eine Pergola oder einen Bogen zu bedecken, an Bäumen hochwachsen oder sogar neben einer Tür gepflanzt werden, um einen reizvollen Eingang zu Ihrem Haus zu schaffen.“
Lesen Sie weiter, um David Austins Tipps zum Rosenschnitt zu erfahren.
Warum sollten Sie Rosen zurückschneiden?
Bevor wir zum Wesentlichen kommen, schauen wir uns an, warum Sie Rosen zurückschneiden sollten.
Das Zurückschneiden von Rosen führt zu stärkeren, gesünderen Pflanzen während des ganzen Jahres. Da Rosen anfällig für Krankheiten sind, ist es wichtig, kranke oder abgestorbene Stängel, Blüten und Triebe zu entfernen, da diese das gesamte Pflanzenwachstum beeinträchtigen können.
Zu den häufigsten Problemen bei Rosen gehören
• Sternrußtau: Eine Krankheit, die violette oder schwarze Flecken auf den Blättern verursacht.
• Triebsterben: Dieses tritt auf, wenn die Pflanzen extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind oder nicht ordnungsgemäß gepflegt wurden.
• Bodenmüdigkeit (Replant Disease): Entsteht beim direkten Nachpflanzen an derselben Stelle. Dies kann insbesondere bei Rosen zu einem schlechten Wurzelwachstum führen.
• Verschiedene Schädlinge: Dazu gehören die Rosenblattlaus sowie die Rosenblattrollwespe.
„Sollten Sie Anzeichen von Sternrußtau entdecken, entfernen Sie die am stärksten betroffenen Blätter so schnell wie möglich. Stellen Sie dabei sicher, dass auch abgefallene Blätter aufgesammelt und entsorgt werden. Falls gegossen werden muss, gießen Sie ausschließlich im Wurzelbereich und vermeiden Sie es, die Blätter nass zu machen. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist der späte Abend, insbesondere in den Sommermonaten, um Verbrennungen zu vermeiden. Düngen Sie Rosen im späten März bzw. frühen April mit einem Granulatdünger und erneut nach der Blüte. Zusätzliche Blattdünger wie Maxicrop können ebenfalls unterstützend wirken.”
„Wenn Sie im Winter Ihre Rosen schneiden, entfernen Sie alle infizierten Triebe und zu dicht gewachsene Zweige. Entfernen Sie zudem das gesamte Laub, um eine bessere Luftzirkulation zu ermöglichen. Sobald der Rückschnitt abgeschlossen ist, achten Sie darauf, alle Pflanzenreste vom Boden unter der Rose zu entfernen und anschließend zu mulchen. Eine gesunde Pflanze ist deutlich weniger anfällig für Sternrußtau.“
Das Zurückschneiden von Rosen hält Ihre Rosensträucher in Form und sorgt für kräftige, gesunde Triebe.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Rosen zu schneiden?
Im Allgemeinen ist der späte Winter – Februar/März – der beste Zeitpunkt für den Rosenschnitt. In dieser Phase hat sich das Wachstum bei vielen Rosensorten verlangsamt und die Pflanzen blühen kaum noch. Der genaue Zeitpunkt kann jedoch je nach Rosensorte und Pflanzzeitpunkt variieren.
Kletter- und Ramblerrosen können beispielsweise im Sommer nach der Blüte beschnitten werden, aber Sie können diese Rosen auch während der Hauptschnittzeit im Winter zurückschneiden, um sie in Form zu halten.
Viele Gärtner schneiden ihre Rosen das ganze Jahr über, sie verwenden nur leicht unterschiedliche Techniken. Ein kleiner, leichter Rückschnitt im Sommer kann eine gute Vorbereitung auf die größeren Schnittarbeiten später im Jahr sein. Im Laufe der Jahre werden Sie herausfinden, was für Ihre Rosen am besten funktioniert.
Das Wichtigste ist, dass Sie Rosen nicht zu häufig schneiden und vorsichtig mit neuen Blüten oder Knospen umgehen. Achten Sie daher darauf, den Rosenschnitt rechtzeitig abzuschließen, bevor die Pflanzen wieder neu austreiben.
„Verschiedene Rosensorten benötigen unterschiedliche Pflege und Aufmerksamkeit.”
„Bei englischen Strauchrosen variiert der Schnitt je nach Alter leicht. Bei einem einjährigen Strauch empfehlen wir, die Rose 30 bis 45 cm über dem Boden zu schneiden und alle dünnen und schwachen Triebe zu entfernen. Zweijährige englische Strauchrosen müssen je nach Höhe um die Hälfte bis zu einem Drittel zurückgeschnitten werden. Hier ist es sehr wichtig, die Form beizubehalten und alle dünnen, schwachen Triebe zu entfernen. Englische Strauchrosen, die drei Jahre oder älter sind, haben in der Regel bereits die gewünschte Größe und Form erreicht. Schneiden Sie sie daher 5 bis 10 cm über dem Vorjahreswachstum zurück, kürzen Sie die Seitentriebe und entfernen Sie alle schwachen und dünnen Triebe.”
„ Alte Strauchrosen werden nach der Blüte geschnitten. Kürzen Sie sowohl Seiten- als auch Haupttriebe und schneiden Sie längere Triebe im weiteren Verlauf der Sommermonate zurück.”
„ Kletterrosen Neu gepflanzte Kletterrosen benötigen nur wenig Rückschnitt. Binden Sie neue Triebe fest, um ein Grundgerüst zu schaffen. Sobald die Rose besser angewachsen ist, binden Sie kräftige Stiele fest, um die Bildung von blühenden Seitentrieben zu fördern. Mit zunehmendem Alter der Rose sollten Sie ältere Stiele oder unerwünschtes Wachstum herausschneiden. Neue Triebe sollten regelmäßig geführt, schwaches Wachstum ausgelichtet und Seitentriebe eingekürzt werden.”
„Ähnlich wie bei Kletterrosen ist auch bei Ramblerrosen im ersten Jahr vor allem das Anleiten des neuen Wachstums wichtig, während nur wenig geschnitten wird. Mit zunehmendem Alter werden neue Triebe angebunden, alte Triebe entfernt und blühende Seitentriebe nach und nach eingekürzt. Der Umfang des Rückschnitts hängt stark vom Standort ab: Werden Ramblerrosen an einer Pergola oder einem Gerüst gezogen, ist ein stärkerer Rückschnitt notwendig, um sie in Form zu halten. Wachsen sie hingegen in einen Baum oder über ein großes Gebäude, benötigen sie deutlich weniger Schnittmaßnahmen. “
Werkzeuge zum Rosenschneiden
Wie bei allen Gartenarbeiten gilt auch beim Rosenschnitt: Mit dem richtigen Werkzeug gelingt die Arbeit deutlich besser. Diese Utensilien sollten in Ihrer Gartenausrüstung nicht fehlen:
- Wenn Sie eine hoch gewachsene Kletterrose schneiden möchten, benötigen Sie eine hochwertige Leiter, um auch schwer erreichbare Stellen sicher zu erreichen. Es ist wichtig, eine Leiter mit der richtigen Höhe und Länge zu verwenden, um ein Überstrecken zu vermeiden. Die renommierte voll verstellbare Dreibeinleiter von Henchman bietet Ihnen maximale Sicherheit beim Arbeiten in der Höhe – selbst auf unebenem Untergrund. So können Sie komfortabel und auf der richtigen Arbeitshöhe schneiden. Da der Rosenschnitt Präzision erfordert, ist ein sicherer Stand besonders wichtig. Auf Rasen oder weichem Mulch sorgen die offenen Krallenfüße für zusätzliche Stabilität, ohne dass Sie sich auf die Pflanzen selbst stützen müssen.
o Wenn Sie mehr auf einmal erledigen möchten, ohne Ihre Leiter von einem Ort zum anderen zu bewegen, dann ist unsere ATTP All Terrain Teleskop-Plattform das Richtige für Sie. Dank ihrer großen, geräumigen Plattform können Sie damit in einem Winkel von 180 Grad arbeiten.
o Wenn Sie weitere Informationen zur Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe wünschen, werfen Sie einen Blick in unseren Leitfaden zur Sicherheit auf Leitern. - Für den Rosenschnitt eignen sich am besten Bypass-Gartenscheren, da sie einen sauberen Schnitt hinterlassen, von dem sich die Rose gut erholen kann. Achten Sie darauf, dass die Scheren vor dem Einsatz gut geschärft sind.
- Verwenden Sie zum Beschneiden größerer Stämme eine Gartensäge oder eine Astschere.
- Es ist auch eine gute Idee, in ein Paar hochwertige Gartenhandschuhe zu investieren, damit Sie Ihre Hände vor Kratzern und stacheligen Dornen schützen können.
- Tragen Sie zudem langärmelige Kleidung, damit sich Stoffe nicht in den Zweigen verfangen.
„Die Henchman-Dreibeinleitern sind sicher und zuverlässig sowie leicht und einfach zu bedienen. Es ist toll, dass man die Beine anpassen kann, wenn man auf unebenem Gelände im Garten arbeitet.“
Wie schneidet man Rosen?
Nachdem Sie nun Ihre Werkzeuge zusammengestellt haben, können Sie mit dem Rosenschneiden beginnen. Hier ist unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Entfernen Sie verwelkte Blüten und alle Blätter – werfen Sie die Abfälle direkt in einen Eimer oder Mülleimer. Lassen Sie keine alten Abfälle in der Nähe der Pflanze liegen, um zu vermeiden, dass Krankheiten wie Rosensternrußtau in die nächste Saison übertragen werden.
2. Entfernen Sie abgestorbene Stiele, indem Sie sie an der Basis abschneiden, bis Sie lebendes Holz sehen. Ihre Schnitte sollten nach unten geneigt sein, damit kein Wasser auf der Knospe selbst stehen bleibt. Dies gilt sowohl für das Entfernen abgestorbener Stiele als auch für das Entfernen verwelkter Blüten.
3. Entfernen Sie kranke oder beschädigte Stiele wie oben beschrieben.
4. Wenn sich Stiele in der Mitte des Rosenstrauchs kreuzen, schneiden Sie diese zurück.
5. Schneiden Sie schwaches Wachstum heraus. Anzeichen dafür sind dünne, spindelige Triebe, geringe Blütenbildung oder schlaffe Blätter. Diese Triebe können das Gewicht einer voll erblühten Rose nicht tragen.
6. Entfernen Sie Wildtriebe (sogenannte Wasserschosse). Diese unterscheiden sich optisch vom restlichen Rosenstrauch, haben oft viele Dornen (Vorsicht ohne Handschuhe!) und wachsen besonders kräftig und ungeordnet. Sie entziehen der Rose wichtige Nährstoffe. Um sie zu entfernen, verfolgen Sie den Trieb so weit wie möglich bis zum Ansatz an der Unterlage – gegebenenfalls müssen Sie dafür etwas Erde beiseiteschieben. Schneiden Sie den Trieb möglichst nah an der Basis ab und versiegeln Sie die Schnittstelle mit einem Wundverschlussmittel.
7. Entfernen Sie alle alten, verholzten Triebe, aber nur, wenn dies die Pflanze nicht zu sehr ausdünnt.
8. Reiben sich Triebe aneinander, entfernen Sie den schwächeren der beiden.
9. Formen Sie zum Abschluss den Rosenstrauch. Für eine offene Wuchsform schneiden Sie nach innen wachsende Triebe zurück. Möchten Sie, dass die Rose stärker in die Höhe wächst, entfernen Sie nach außen wachsende Triebe.

Beachten Sie, dass Sie beim Rückschnitt von Kletterrosen alle neuen Triebe festbinden müssen.
Wenn Sie Sorge haben, einen falschen Schnitt zu setzen, ein paar abgestorbene Triebe zu übersehen oder zu viel zu schneiden, bleiben Sie entspannt. Rosen sind robuste, widerstandsfähige Pflanzen, und neues Wachstum gleicht größere Lücken schnell wieder aus. Übung macht den Meister.
Alte, verholzte Rosen zurückschneiden
Wenn Sie einen alten Rosenstrauch haben, der lange vernachlässigt wurde und dringend etwas Pflege benötigt, gibt es einige Maßnahmen, mit denen Sie ihm zu neuer Kraft verhelfen können. Hier sind zwei Tipps für den Rückschnitt alter, verholzter Rosen:
- In der Regel ist es am besten, die Rosen stark zurückzuschneiden. Entfernen Sie alle toten Stümpfe und alten Triebe, die nicht viele Blüten bilden.
- Nach einem kräftigen Rückschnitt sollten die Rosen gründlich gewässert und mit einem Langzeitdünger versorgt werden, um ihnen beste Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum im Sommer zu geben.
„Wenn die Rose die gewünschte Höhe und Breite erreicht hat, reicht ein leichter Rückschnitt aus, um die Form zu erhalten. Denken Sie an die Regel, abgestorbene, beschädigte, kranke und sich kreuzende Triebe zu entfernen. Sorgen Sie für Licht und Luft im Inneren der Pflanze, indem Sie schwache Triebe entfernen, damit die Rose gesund bleibt.”
„Ist die Rose wenig blühfreudig, kann ein Rückschnitt um etwa die Hälfte sinnvoll sein, um neues Wachstum anzuregen. Düngen, mulchen und wässern Sie die Pflanze im folgenden Jahr regelmäßig, um diesen Wachstumsschub zu unterstützen.“
Wie man Rosen nach dem Schnitt pflegt
Viele Rosenpflanzen sind pflegeleicht, sodass sie nach dem Schnitt schnell blühen und alle Lücken füllen. Es gibt ein paar Dinge, die Sie tun sollten, um eine erfolgreiche Blüte zu gewährleisten.
Im Frühjahr und Sommer sollten Sie Ihre Rosen regelmäßig gießen, idealerweise mindestens einmal pro Woche bis August. Im Frühjahr kann frischer Mulch hinzugefügt werden. Nach dem Rosenschnitt können Sie auch Dünger hinzufügen – die RHS empfiehlt entweder einen universellen Mehrzweckdünger oder einen speziellen Rosendünger.
Sammeln Sie alle abgefallenen Blütenblätter vom Boden auf und werfen Sie sie weg. Auch wenn sie gesund aussehen, können sie Krankheiten übertragen und sollten daher nicht auf den Kompost gegeben werden. Bei Bedarf können Sie zusätzlich ein geeignetes Pflanzenschutzmittel einsetzen
Rosen schneiden mit Henchman
Bei Henchman steht Sicherheit immer an erster Stelle. Deshalb wurde unser Sortiment an Spezialleitern speziell dafür entwickelt, Ihnen Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe zu bieten.
Ob Sie eine Ramblerrose schneiden, die bis zum oberen Ende eines Rosenbogens gewachsen ist, Dachrinnen reinigen oder Hecken schneiden – unsere Leitern sorgen für Stabilität auf unebenem Boden und erleichtern Ihnen so die Arbeit im Garten.
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